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Der Europäische Emissionshandel:
Funktionsfähigkeit zwischen Krise und Reform

Der Europäische Emissionshandel befindet sich in einer schwierigen Lage: Zwar leistet das zentrale Instrument der europäischen Klimapolitik bislang planmäßig seinen Beitrag zum Erreichen der EU-weiten CO2-Einsparziele und wird weltweit von immer mehr Ländern kopiert. Neben Neuseeland, Kasachstan und Kalifornien hat kürzlich China auf regionaler Ebene mehrere Pilotsysteme eingeführt, die nach dem Vorbild des EU-weiten Cap-and-Trade-Modells funktionieren.

Gleichwohl befindet sich das europäische Original Fachleuten zufolge in einer schweren Krise: Die Notationen für die handelbaren Emissionsberechtigungen (EUAs) an der Leipziger Energiebörse EEX übersteigen nur selten die Marke von 5 Euro, seit fast einem Jahr notiert die 200-Tage-Linie unter 4 Euro. Zudem erreichte der Angebotsüberschuß mit mehr als zwei Milliarden Zertifikaten jüngst einen neuen Höchststand. Und auch die deutsche Energiewende vermag  zuweilen die Funktionsfähigkeit des noch immer weltweit größten CO2-Handels zu beeinträchtigen.

Nicht zuletzt aus diesen Gründen sind derzeit alle Marktteilnehmer – emissionshandelspflichtige Unternehmen genauso wie Regulierungsbehörden und Investoren – mit zahlreichen Unsicherheiten konfrontiert: Wie wirken sich die derzeitigen Zertifikate-Überschüsse auf die Handelsaktivität in den nächsten Jahren aus? Welche Korrekturen müssen bis zum Ende der 3. Handelsperiode durchgeführt werden, damit der CO2-Markt wieder seine gewünschte Steuerungswirkung entfalten kann? Welche Rolle wird das Handelssystem im Kontext der neuen EU-Energie- und Klimapolitik bis 2030 spielen?

Bei der Veranstaltung "Der Europäische Emissionshandel: Funktionsfähigkeit zwischen Krise und Reform" haben angesehene Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik Antworten auf diese und weitere Fragen gegeben und über die Perspektiven des europäischen CO2-Marktes zwischen Krisensymptomen und Reformbestrebungen diskutiert.

Wir danken Ihnen für Ihre aktive Teilnahme und würden uns freuen, Sie bei einer unserer nächsten Veranstaltungen erneut begrüßen zu dürfen.

Programm
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09:00 Uhr

Registrierung

 

09:20 Uhr

Grußworte
Andreas Koch, Leiter Abteilung Klimaschutz, Hessisches Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Frank-Henning Christian Klaas, Manager Director Global Pulic Affairs, Gruppe Deutsche Börse

 

09:40 Uhr

Der Europäische Emissionshandel als Kerninstrument der europäischen Klimapolitik: Eckpfeiler und Problemfelder in der 3. Handelsperiode
Prof. Dr. Joachim Weimann, Universität Magdeburg
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10:20 Uhr

Handelsaktivität zwischen Zertifikate-Überschüssen und Backloading
Dr. Jörg Doppelfeld, Future Camp (freier Berater)
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11:00 Uhr

Kaffeepause

 

11:40 Uhr

Aktuelle operative Fragen und Herausforderungen aus Sicht der DEHSt
Dr. Jürgen Landgrebe, Deutsche Emissionshandelsstelle
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12:20 Uhr

Perspektiven: ETS-Reform und Weiterentwicklung im Kontext der EU-Energie- und Klimapolitik 2030
Meike Söker, Bundeministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
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13:00 Uhr

Get-together

 

Wir würden uns über Ihr Feedback zur Veranstaltung freuen. Hier gelangen Sie zur Evaluation. 

 

 

 

 

 

 

 

 

                        

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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